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Softskills systemisch (21.-24.Oktober 2019)

Zielgruppe

Der Kurs "Soft-Skills systemisch" richtet sich an Personen,

  • die in Institutionen, Organisationen, Betrieben und Verwaltung in den Bereichen „Konfliktmanagement“, „Human Resources Management“ etc. arbeiten,
  • die in sozialen, pädagogischen, beratenden, juristischen Berufsfeldern tätig sind,
  • die als MultiplikatorInnen in der Kinder- und Jugendarbeit oder in der Erwachsenenbildung auftreten,
  • die beruflich Teamleitungs- und Personalführungsaufgaben erfüllen,
  • die sich in der Betriebs- oder Personalratsarbeit bzw. in Mitarbeitervertretungen engagieren,
  • die sich im Bereich "Soft-Skills" qualifizieren und diese Kompetenzen freiberuflich, nebenberuflich oder privat nutzen wollen.

Inhalte:

Basics: Soft-Skills systemisch

Definition "Soft-Skills systemisch", Systemische Haltung, Systemtheorie light (Konstruktivismus, Autopoiese, Kybernetik erster und zweiter Ordnung, Beobachtung)
Tools: Wirklichkeits-Konstruktion, Wirklichkeits-Dekonstruktion


Kommunikation

Kommunikation als Einheit von Information, Mitteilung und Verstehen; Kommunikationskompetenz, aktives Zuhören, die fünf Axiome nach Watzlawick, Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun
Tools: Systemische Fragen, naive Haltung


Selbstmanagement

Selbstbeobachtung, Selbststeuerung, Selbstsicherheit, Impulskontrolle, Belief-Management, Empörungs-Management, Verbitterungs-Management

Tools: Paradoxe Techniken und Methoden


Soziale Kompetenz

Empathie, Nähe-Distanz-Balance, Wertschätzung, Erwartungsarmut, Umgang mit Kritik, Konflikt(lösungs)kompetenz, Humor und Heiterkeit

Tools: Detailfokussierungen, Inframing


Führungskompetenz, Umgang mit Macht und Ohnmacht

Lösungs- und zielorientiertes Handeln, Selbst- und Fremdattribuierungen, Neutralität, Allparteilichkeit, Toleranz, Respekt und Respektlosigkeit

Tools: Positive Konnotation, Reframing


Gesamt-Volumen:

30 Zeitstunden Gesamtvolumen

Termin: 21.10.-24.10.2019

Tagesplan Präsenzveranstaltungen (Seminare):

Montag: 10:00 Uhr – 13:00 Uhr, 15:00 Uhr – 19:00 Uhr (7 Zeitstunden)
Dienstag: 09:00 Uhr – 13:00 Uhr, 15:00 Uhr – 19:00 Uhr (8 Zeitstunden)
Mittwoch: 09:00 Uhr – 13:00 Uhr, 15:00 Uhr – 19:00 Uhr (8 Zeitstunden)
Donnerstag: 09:00 Uhr – 13:00 Uhr, 15:00 Uhr – 18:00 Uhr (7 Zeitstunden)

Kosten: 690,-- Euro

Beschreibung:

Soft-Skills (Weiche Ressourcen)

Zu den Soft Skills werden üblicherweise Eigenschaften gezählt wie:  Disziplin, Umgangsformen, Höflichkeit, Freundlichkeit, Motivation, Sprachliche Kompetenz, Selbstständigkeit etc. Soft-Skills umfassen nicht nur kognitives Wissen und praktische Fertigkeiten, sondern auch Haltungen und Einstellungen. Auch einige Persönlichkeitsmerkmale (z. B. Frustrationstoleranz) zählen zu den Soft-Skills.

Während „Hard-Skills“ (fachliche Kompetenzen) durch Studium, Ausbildung und praktische Erfahrung erworben werden, ist der Zugang zu „Soft-Skills“ nicht ganz so leicht. Wie eignet man sich Selbstsicherheit an? Wie kommt man zu Einfühlungsvermögen? Woher kommen Kritikfähigkeit oder Konfliktlösungskompetenz?

Soft-Skills systemisch

Die Bezeichnung „Soft-Skills systemisch“ soll nicht verwechselt werden mit „systemische Soft-Skills“. Es soll, um ein Beispiel zu nennen, nicht unterschieden werden zwischen systemischer Empathie und nichtsystemischer Empathie. Gemeint ist vielmehr, dass systemisch Denkende einen anderen Zugang zu weichen Ressourcen suchen. Eine der Kernideen systemischen Denkens ist, dass Menschen sich nicht direkt steuern oder verändern lassen. Zwar wird das in unzähligen sozialen Kontexten immer und immer wieder versucht, meistens erfolglos. Manche Frauen versuchen, ihre Männer zu verändern, manche Männer ebenso ihre Frauen. Lehrer wollen vielleicht ihre Schüler beeinflussen, manche Therapeuten ihre Patienten, Coaches ihre Coachees, Mediatoren ihre Medianten. Wenn es möglich wäre, Menschen direkt zu steuern, wäre die Welt voller ferngesteuerter Menschen.

Aus systemischer Sicht geschieht Veränderung grundsätzlich durch Selbstveränderung. Außenstehende (Frauen, Männer, Lehrer, Therapeuten, Coaches, Mediatoren) können lediglich irritierende Reize anbieten, in der Hoffnung, dass die Zielpersonen diese Reize zur Selbstveränderung nutzen. Natürlich müssen diese Reize attraktiv sein.

Zur Grundannahme der systemischen Fachwelt gehört die Hypothese, dass Menschen sich (nur) selbst verändern können. Nicht alle teilen diese Ansicht so direkt. Die Autoren dieses Schulungs- und Trainingsplans gehen eher davon aus, dass auch Selbstveränderung die Folge von Selbstirritation ist. Wenn Menschen sich direkt selbst verändern könnten, würden wir, uns eingeschlossen, unter lauter makellosen Menschen leben.

Soft Skills gehören einem Bereich an, der nicht willkürlich modelliert werden kann. Die Entwicklung und Förderung von Soft-Skills-Kompetenzen bedürfen der Irriationskunst. Systemiker sind Experten auf dem Gebiet der indirekten Steuerung durch Irritation oder, fachsprachlich, Perturbation. Die systemische (Perturbations-) Praxis ist zunächst eine Zumutung für den gesunden Menschverstand: Fehler sind erlaubt, Querdenken ist erwünscht.

Aus systemischer Sicht sind Soft-Skills-Kompetenzen eine Ressource, die nicht einmal angelegt wird und dann unverändert besteht, sondern eine (dissipative) Struktur, die sich mit dem Denken und Handeln entwickelt und verändert. Das bedeutet:

  1. Soft-Skills-Kompetenzen lassen sich nicht ad hoc oder über kurze Zeiträume etablieren. Sie entwickeln sich im Laufe des systemischen Denkens und Handelns. Gleichwohl lassen sie sich trainieren.
  1. Soft-Skills-Kompetenzen sind implizite Ressourcen, die sich zirkulär mit dem systemischen Denken und Handeln bilden. Beide Bereiche bedingen sich wechselseitig. Die Auseinandersetzung mit systemischen Themen begünstigt die Entwicklung von Soft-Skills-Kompetenzen, Soft-Skills-Kompetenzen begünstigen die Entwicklung der systemischen Haltung.
  2. Soft-Skills-Kompetenzen verkörpern ein übergeordnetes Phänomen, das sich nicht aus der Summe des Denkens, Handelns, Erlebens etc. ableiten lässt, sondern als neue Qualität mit eigenen Kriterien beschrieben werden muss.
  3. Soft-Skills-Kompetenzen sind mehr als eine Meinung oder Einstellung. Sie sind auch keine Eigenschaften, die man eben hat oder nicht hat. Sie sind eine Ressource, eine erfahrbare Realität, die sich mit ihrem Gebrauch erneuert und wandelt.

Die hier angebotene Schulung trainiert Soft-Skills-Kompetenzen auf dieser Grundlage. Die Entwicklung von Soft-Skills-Kompetenzen ist nicht ein Vorgang, der über Informationsvermittlung erlernt werden kann. Er entfaltet sich im Trainieren und Üben. Das Lernen gestaltet sich über Forschen, Entdecken, Ausprobieren.

Mit diesem Formular können Sie sich zum Seminar "Softskills systemisch" anmelden.

Ich habe die Teilnahme-Bedingungen (AGB) gelesen. Alle Informationen, die ich aus Fallbeispielen meiner KollegInnen oder AusbilderInnen erhalte sowie Informationen über persönliche Belange meiner KollegInnen oder AusbilderInnen, die ich während der Weiterbildung oder im Zusammenhang mit dieser in Erfahrung bringe, werden von mir vertraulich und verschwiegen behandelt.

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