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Business ist nichts anderes als ein Knäuel menschlicher Beziehungen. (Lee Iacocca)

Organisationsentwicklung

Die Organisationsentwicklung wird in der Regel als Dienstleistung begriffen, durchgeführt von Organisationsentwicklern. Dieses Verständnis suggeriert unglücklicherweise, dass Organisationen von außen entwickelt werden.  Das wäre aus systemischer Sicht eine Absurdität. Natürlich wissen das (hoffentlich) auch nichtsystemisch denkende Organisationsentwickler. Organisationen sind soziale Systeme, die sich von außen nicht entwickeln lassen. Organisationen entwickeln sich selbst. 

Eine der Kernideen systemischen Denkens ist, dass psychische Systeme (Menschen) und soziale Systeme nicht direkt steuerbar sind. Zwar wird das in unzähligen sozialen Kontexten immer und immer wieder versucht, meistens erfolglos. Manche Frauen versuchen, ihre Männer zu steuern, manche Männer ebenso ihre Frauen. Lehrer wollen vielleicht ihre Schüler beeinflussen, manche Therapeuten ihre Patienten, Coaches ihre Coachees, Personalmanager „ihr“ Personal. Wenn es möglich wäre, Menschen direkt zu steuern, wäre die Welt voller ferngesteuerter Menschen.

Aus systemischer Sicht geschieht Veränderung grundsätzlich durch Selbstveränderung. Außenstehende (Frauen, Männer, Lehrer, Therapeuten, Coaches, Personalverantwortliche) können lediglich irritierende Reize anbieten in der Hoffnung, dass die Zielsysteme diese Reize zur Selbstveränderung nutzen. Natürlich müssen diese Reize attraktiv sein.

Systemische Organisationsentwicklung

Die Entwicklung und Förderung von Organisationen bedürfen der Irritationskunst. Systemiker sind Experten auf dem Gebiet der indirekten Steuerung durch Irritation oder, fachsprachlich, Perturbation. Die systemische (Perturbations-) Praxis ist zunächst eine Zumutung für den gesunden Menschverstand: Fehler sind erlaubt, Querdenken ist erwünscht.

Die Teilnehmenden der Weiterbildung

Die Teilnehmenden der Weiterbildung „Organisationsentwicklung“ sollen lernen, Entwicklungsprozesse in Organisationen systemisch zu fördern. Die Professionalität kommt dabei nicht nur im fachlichen Know-how zum Ausdruck sondern auch und besonders in der Fähigkeit der Reflexion des eigenen Handelns und der eigenen Beratungskompetenz. Die Teilnehmenden sollen (erfahren) lernen, dass nicht sie es sind, die Systeme instruktiv heilen bzw. verändern, sondern dass Veränderung das Ergebnis der Interaktion zwischen Kunden einerseits und Beratern andererseits ist.

Teilnahmevoraussetzungen

Obwohl die meisten Teilnehmenden über einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss verfügen, ist die Zugangsvoraussetzung nicht an diese Bedingung geknüpft. Auch Teilnehmende ohne akademischen Abschluss sind willkommen und machen von der Teilnahme Gebrauch. Die Teilnehmenden sollten sich jedoch in der Lage sehen, sich mit komplexen Sachverhalten auseinander zu setzen. Die Teilnehmenden der Weiterbildung sollten bereit sein, sich in einer Peergroup zu organisieren und sich in der gegenseitigen Supervision zu engagieren. Erwartet werden die „Nachbereitung“ der Inhalte, die in den Veranstaltungen zur Sprache kommen und die Auseinandersetzung mit dem Material, das in der Weiterbildung ausgegeben wird.

Inhalte:

  • Systemtheorie, Organisationstheorie, Steuerungstheorie
  • Organisationskultur
  • Lernende Organisation: Wissensmanagement, Innovationsmanagement
  • Systemische Diagnostik in der OE, Systemische Intervention
  • Prozessmanagement
  • Teamentwicklung
  • Personalentwicklung
  • Training „Offener Feedbackkultur“
  • Betriebliche Konfliktlösung, Konfliktmustermanagement
  • Selbstmanagement: Selbstbeobachtung, Selbststeuerung
  • Soft-Skills: Empathie, Nähe-Distanz-Balance, Wertschätzung, Erwartungsarmut, Umgang mit Kritik, Humor und Heiterkeit
  • Führungskompetenz: Umgang mit Macht und Ohnmacht, Lösungs- und zielorientiertes Handeln, Selbst- und Fremdattribuierungen, Neutralität, Allparteilichkeit, Toleranz, Respekt und Respektlosigkeit
  • Change-Management: Systemische Veränderungstheorie, Konzeption, Planung und Umsetzung von Veränderungsprojekten, planvolle Einbeziehung der Mitarbeiter und Wissensträger
  • Werkzeuge für Prozessveränderungen
  • Begleitung von Teams während des Veränderungsprozesses
  • Kommunikation vor/ während und nach der Veränderung
  • Alternative Organisationsmodelle (Toyota-Weg, evolutionäre Organisationen u.a.)
  • Juristische Kontexte: Arbeitsrecht, Wirtschaftsrecht u.a.
  • Evaluation von Organisationsentwicklung

Gesamt-Volumen:

170 Stunden Gesamtvolumen
(120 Unterrichtsstunden à 45 Min. in Seminaren, 40 Zeitstunden à 60 Min. Peergroup, 30 Zeitstunden à 60 Min. Literaturarbeit und Protokollführung, 10 Zeitstunden à 60 Min. kollegiale Supervision)

Termine:

17.02.-18.02.2017 Modul 1
31.03.-01.04.2017 Modul 2
23.06.-24.06.2017 Modul 3
29.09.-30.09.2017 Modul 4
10.11.-11.11.2017 Modul 5
26.01.-27.01.2018 Modul 6

Tagesplan Präsenzveranstaltungen (Seminare):

Freitag: 10:00 Uhr – 13:00 Uhr, 14:30 Uhr – 18:30 Uhr
Samstag: 09:00 Uhr – 13:00 Uhr, 14:30 Uhr – 18:30 Uhr

Die Peergroupsitzungen (40 Zeitstunden mit Protokoll) und die kollegiale Supervision werden von den Teilnehmenden der Weiterbildung selbst organisiert.

Seminarprotokoll

Während des Kurses führen die Teilnehmenden ein persönliches Seminarprotokoll. Das Protokoll dokumentiert die wesentlichen Inhalte der Schulung, die persönliche Entwicklung der Teilnehmenden und die eigene Literaturarbeit (mind. 30 Zeitstunden).

Bescheinigung:

Nach der Teilnahme an fünf Modulen, dem Nachweis der aktiven Mitarbeit in einer Peergroup und der ordnungsgemäß geführten Dokumentationsmappe erhalten die Absolventinnen und Absolventen ein Zertifikat des ausbildenden Weiterbildungsinstituts.

Kosten

Teilnehmenden, die nicht über ihr betriebliches Weiterbildungsbudget abrechnen können, gewähren wir einen Privatzahlernachlass (20%)

4750,-- Euro en bloc. Privatzahler: 3800,-- Euro (20% Privatzahlerrabatt) oder
795,-- Modulzahlung (6 Zahlungen). Privatzahler: 636,-- Euro oder
400,-- bei monatlicher Zahlung (12 Raten). Privatzahler: 320,-- Euro

Ausbilderinnen und Ausbilder

Unser Dozenten-Team setzt sich aus fest verpflichteten und freien Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zusammen. Wir achten darauf, dass nur Kolleginnen und Kollegen an der Weiterbildungsleitung beteiligt sind, die über hervorragende Referenzen, sehr gute Ausbildungshintergründe und langjährige Berufserfahrungen verfügen.


Dieter Salomon
Sozial- u. Verhaltenswissenschaftler
Systemiker (IGST, GSB)
Verhaltenstherapeut (DGVT)
Supervisor/Coach / Ausbilder (EASC)
Mediator / Lehrmediator (DGSYM)


Marion Boll
Diplom-Betriebswirtin
Organisationsentwicklerin
Coach und Supervisorin (EASC, GSB)
Mediatorin (DGSYM)
Dozentin an der DHBW für integrierte Managementtechniken
Lehrsupervisorin am sys-TEM


André Seuring
Systemiker
Teamleiter Lean Projekte und KVP
Ausbildung zum Prozessbegleiter
Six sigma green beld
DSQR Level 3
Prozessanalytiker


Sonja Saad
Diplom-Betriebswirtin (FH)
Zertifizierter Coach (Steinbeis Hochschule Berlin, IfBE)
Zertifizierter Unternehmenscoach (Steinbeis)
Mediatorin (BM), Immobilien-Mediatorin (DIA)
Systemische Beraterin
Dozentin an der FH-Offenburg für Teamentwicklung,
Lehrsupervisorin am EASC-Institut sys-TEM & Frol (Karlsruhe)


Anne Müller
Philosophin
Systemikerin (GSB)
Hypnosystemikerin
Supervisorin/Coach/Ausbilderin (EASC)


Matthias Burkhart
Politikwissenschaftler, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler (MA)
Systemischer Berater
Organisationsberater
Trainer (Kommunikation / Konflikt / Führung / Präsentation)


 Curriculum
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Abkürzungen:

IGST Internationale Gesellschaft für Systemische Therapie und Beratung
GSB Gesellschaft für Systemische Beratung
EASC European Association for Supervision and Coaching in Europe
DGSYM Deutsche Gesellschaft für Systemische Mediation
DGVT Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie
IfBE Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung
DIA Deutsche Immobilien-Akademie an der Universität Freiburg
BM Bundesverband Mediation

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 Unsere AGB für Weiterbildung Organisationsentwicklung

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Ich habe die Teilnahme-Bedingungen (AGB) gelesen. Alle Informationen, die ich aus Fallbeispielen meiner KollegInnen oder AusbilderInnen erhalte sowie Informationen über persönliche Belange meiner KollegInnen oder AusbilderInnen, die ich während der Weiterbildung oder im Zusammenhang mit dieser in Erfahrung bringe, werden von mir vertraulich und verschwiegen behandelt.

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